Meine ersten Taucherfahrungen
Hinweis: Der genaue Tag ist nicht überliefert, nur ungefähr wann das war.
von Maggi Bender
Meine ersten Taucherfahrungen haben mittwochs abends im Herborner Schwimmbad angefangen. Hier haben wir Übungen gemacht, die man für den Grundtauchschein braucht. Eigentlich wollte ich mal was „Aufregendes“ machen, also irgendwas, wovor ich Angst habe — aber Schwimmen konnte ich schließlich schon, und ich überlegte: „Ist Tauchen das Richtige für mich?“ Es war ja auch sehr gemütlich, und nach dem Schwimmen haben wir uns dann noch in der alten Schmiede getroffen, da wurde was getrunken, gegessen und geschwätzt — die Stimmung war schön und locker!
So einfach ist Tauchen nun auch wieder nicht. Man kann nicht einfach runtertauchen und, wenn man keine Lust mehr hat, wieder auftauchen. Also brauchten wir Theorieunterricht, und das war total interessant. Da wurde mir auch sehr klar, dass Tauchen nicht ungefährlich sein kann. Man soll sich an die Tauchregeln halten, dann ist alles halb so schlimm wie bei jeder anderen Sportart auch.
Dann ging’s ab auf die Malediven, mein erster „richtiger“ Tauchgang mit allem Drum und Dran, so wie im Fernsehen. Natürlich hatte ich da schon ein bisschen Kribbeln im Bauch — was würde mich da erwarten? Der große weiße Hai — wird er mich sehen und vielleicht wie im Film anfallen? Nein: wenn wir den Tieren nichts tun, werden die uns auch nichts tun. Also, so gedacht, so gemacht — ab ins Wasser.
Diese Erlebnisse waren so traumhaft schön: so viele bunte Fische, riesige Schildkröten, Mantarochen und vieles mehr, und natürlich auch Haie (die übrigens mehr Angst vor uns hatten als wir vor ihnen). Das Wasser war ganz warm und klar, Tauchen ist herrlich und schön zum Abschalten.
Zurück in Herborn ging’s ab in den See nach Schönbach. Wassertemperatur anfangs 4 °C, Sicht gleich null — aber was mir viele gesagt hatten, „wenn du einmal auf den Malediven getaucht hast, tauchst du nicht mehr in Deutschland“, galt für mich überhaupt nicht. Ich freue mich riesig, wenn ich einen Hecht oder den Wels gesehen habe, und jeder Tauchgang ist wieder eine Herausforderung und macht ganz viel Spaß.
Nach dem Tauchen treffen wir uns dann alle wieder über Wasser und plaudern noch ein bisschen. Jeder hat etwas zum Essen und Trinken mitgebracht, denn Tauchen macht ja hungrig und durstig — vor allem durstig, es gibt nämlich immer einen Grund, einen auszugeben.
Mittlerweile habe ich Bronze geschafft und möchte gerne weitermachen für Silber. Es gibt noch so vieles zu lernen — packen wir es an! Einfach toll.
Ein ganz begeistertes Mitglied
Maggi Bender